DIE REISEBERICHTE VOM SULZBERGER-TEAM
Wir führen regelmässig Studien- und Rekognoszierungsreisen durch, damit Sie von nützlichen und aktuellen Informationen profitieren können. Unsere Erlebnisse - für Sie zum Mitlesen!
1. Tag - Tbilisi
Unser erster Tag in Tbilisi oder Tiflis begann früh und voller Vorfreude: Um 5:00 Uhr landeten wir am Flughafen. Noch etwas müde, aber gespannt auf die kommenden Erlebnisse, fuhren wir gemeinsam zum Mercure Tbilisi Old Town. Nach dem Check-in konnten wir uns in Ruhe erholen, erfrischen und neue Energie für den Tag sammeln.
Um 11:00 Uhr machten wir uns auf den Weg, um die lebendige Altstadt von Tbilisi zu entdecken. Beim Spaziergang durch die engen Gassen spürten wir sofort die besondere Atmosphäre der Stadt. Historische Gebäude, farbenfrohe Holzbalkone und moderne Architektur fügten sich zu einem faszinierenden Stadtbild zusammen. Wir besuchten unter anderem die Sioni-Kathedrale, die Anchiskhati-Kirche, den Karawansaray, die Synagoge, die Friedensbrücke.
Besonders beeindruckend war die Seilbahnfahrt vom Rike Park hinauf zur Narikala-Festung. Während der Fahrt genossen wir den weiten Blick über die Dächer von Tbilisi und hielten viele schöne Eindrücke fest. Unser Rundgang führte uns auch zu den berühmten Schwefelbädern mit ihren farbenfrohen Mosaiken und charakteristischen Backsteinkuppeln.
Ein besonderer Höhepunkt war unser erstes gemeinsames georgisches Mittagessen im charmanten Restaurant „Bread House“ in der Altstadt. Wir liessen uns die traditionellen Spezialitäten schmecken und waren begeistert von den vielfältigen Aromen, den frischen Zutaten und der herzlichen Atmosphäre. Die georgische Küche wurde für viele von uns zu einer ersten kulinarischen Entdeckung und zu einem unvergesslichen Teil dieses Tages.
Am Abend liessen wir den ereignisreichen Tag bei einem weiteren köstlichen georgischen Abendessen ausklingen. Traditionelle Gerichte, begleitet von Live-Volksmusik und temperamentvollen Tänzen, sorgten für eine fröhliche und ausgelassene Stimmung.
2. Tag - Sighnaghi & Weinland Kachetien
Heute stand ein besonders schöner Tag in Kachetien auf dem Programm. Unser erstes Ziel war die malerische Kleinstadt Sighnaghi, die nicht umsonst gerne als „georgische Toskana“ bezeichnet wird. Die hübsche Stadt aus dem 18. Jahrhundert beeindruckte uns mit ihrer gut erhaltenen Stadtmauer, den zahlreichen Türmen und natürlich mit einem grandiosen Panoramablick über das Alasani-Tal bis hin zu den majestätischen Gipfeln des Kaukasus.
Wir spazierten gemütlich durch die verwinkelten Gassen und genossen bei einem Getränk die Aussicht. Shopping kam auch nicht zu kurz.
Anschliessend ging es zu einer einheimischen Winzerfamilie, wo wir herzlich empfangen wurden. Bei einer gemütlichen Wein- und Brandy-Runde tauchten wir in die jahrtausendealte georgische Weinkultur ein. Dazu durften natürlich auch die Geschichten der Familie und die traditionelle Churchkhela – die süsse Spezialität aus Walnüssen und Traubensaft – nicht fehlen.
Für unser Mittagessen erwartete uns dann ein ganz besonderes Highlight: eine kleine, spezielle Hütte, die von aussen eher unscheinbar wirkte, uns kulinarisch aber völlig überzeugte. Das Essen war schlichtweg hervorragend.
Gut gestärkt und entsprechend zufrieden fuhren wir anschliessend zu unserem schönen Weinhotel Schuchmann Wines Chateau, Villas & Spa. Dort konnten wir uns etwas erholen, bevor am Abend eine Kellerführung mit anschliessender Weinverkostung auf uns wartete.
Den Tag liessen wir bei einem gemeinsamen Abendessen im Schuchmann gemütlich ausklingen.
Ein rundum gelungener Tag mit schönen Landschaften, viel georgischer Gastfreundschaft, hervorragendem Essen und zur Sicherheit natürlich genügend Wein!
Tag 3 – Wein, Käse, Klöster und beeindruckende Landschaften
Unser dritter Reisetag beginnt auf dem Bauernmarkt von Telavi. Schon beim Betreten empfängt uns ein lebhaftes Stimmengewirr. Zwischen Ständen mit leuchtendem Obst, frischem Gemüse, duftenden Gewürzen, Käse und zahlreichen regionalen Spezialitäten herrscht reges Treiben. Die Händler bieten ihre Waren an, es wird gehandelt und geplaudert ein authentischer Einblick in den Alltag der Menschen dieser Region.
Etwas ungewohnt und befremdlich wirken auf uns allerdings die zahlreichen Fleischstücke, die ohne Kühlung angeboten werden. Auch die vielen Fliegen scheinen sich davon angezogen zu fühlen. Wir betrachten das Geschehen interessiert, entscheiden uns bei der Auswahl unserer eigenen Kost jedoch lieber für die weniger empfindlichen Marktangebote.
Anschliessend fahren wir nach Wardisubani, wo wir einen Qvevri-Meister besuchen. Die traditionellen Tonamphoren werden in Georgien seit über 8.000 Jahren zur Weinherstellung verwendet und im Boden vergraben. Vor Ort erhalten wir einen faszinierenden Einblick in die Herstellung dieser grossen Gefässe und in ein Handwerk, das über Jahrtausende hinweg bewahrt wurde.
Natürlich gehört zu einem solchen Besuch auch eine Verkostung: Sein eigener Wein und der georgische Chacha werden uns selbstverständlich serviert. So lernen wir die georgische Weintradition nicht nur theoretisch kennen, sondern können sie auch unmittelbar schmecken. Der Wein begleitet uns mit seinem charakteristischen Geschmack, während der Chacha deutlich kräftiger daherkommt.
Danach geht es weiter zur beeindruckenden Alaverdi-Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert. Wie eine helle, einsame Kerze erhebt sie sich zwischen den Weinbergen, während sich im Hintergrund die imposanten Gipfel des Grossen Kaukasus abzeichnen. Das Kloster blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist bis heute für seine Wein- und Honigproduktion bekannt. Im Inneren erzählen erhaltene Fresken von seiner einstigen Bedeutung als religiöses und kulturelles Zentrum. Die stille Atmosphäre und die schlichte Erhabenheit des Ortes hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
Beim Mittagessen lernen wir eine weitere georgische Spezialität kennen: Dambal Khacho. Zuvor konnten wir bereits beobachten, wie dieser besondere Käse hergestellt wird. Er ist sehr trocken, ausgesprochen salzig und besitzt einen intensiven Geschmack. Gleichzeitig kann er auch als eine Art georgisches Fondue verwendet werden. Eine ungewöhnliche, aber interessante kulinarische Erfahrung, die wir natürlich gerne probieren.
Gut gestärkt setzen wir unsere Fahrt über den Gombori-Pass in Richtung Tianeti fort. An diesem Tag liegt jedoch Nebel über dem Pass, sodass uns die sonst vermutlich beeindruckenden Ausblicke weitgehend verborgen bleiben. Die kurvenreiche Strecke führt dennoch durch eine eindrucksvolle Berglandschaft. Vieles können wir nur erahnen, doch gerade der Nebel verleiht der Fahrt eine besondere, fast geheimnisvolle Stimmung.
Unser nächster Halt ist die Wehrkirche Ananuri, die malerisch oberhalb des Zhinwali-Stausees liegt. Zwischen den dunklen Bergen und dem Wasser wirkt die historische Anlage besonders eindrucksvoll. Die reich verzierten Fassaden, kunstvollen Reliefs sowie die Fresken und Ikonen im Inneren machen Ananuri zu einem weiteren Höhepunkt dieses Tages.
Anschliessend fahren wir entlang der Georgischen Heerstrasse weiter nach Mzcheta, dem spirituellen Herzen Georgiens. Dort besichtigen wir die eindrucksvolle Svetitskhoveli-Kathedrale, deren Geschichte und religiöse Bedeutung bis heute spürbar sind. Danach geht es hinauf zum Dschwari-Kloster, das hoch über der Stadt liegt. Von hier aus eröffnet sich uns ein wunderbarer Blick über die Landschaft und den Zusammenfluss der Flüsse – ein stimmungsvoller Abschluss unserer Besichtigungen.
Damit haben wir tatsächlich alle Programmpunkte des Tages geschafft: vom lebhaften Markt über die Qvevri-Herstellung, Wein und Käse bis hin zu Kirchen, Klöstern und beeindruckenden Landschaften.
Am Abend erreichen wir Tbilisi. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Shavi Lomi lassen wir den abwechslungsreichen Tag gemütlich ausklingen und tauschen unsere Eindrücke aus.
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