DIE REISEBERICHTE VOM SULZBERGER-TEAM
Wir führen regelmässig Studien- und Rekognoszierungsreisen durch, damit Sie von nützlichen und aktuellen Informationen profitieren können. Unsere Erlebnisse - für Sie zum Mitlesen!Freitag, 2. Oktober 2026: Von Schaffhausen nach Bilbao
Endlich geht’s los! Von Schaffhausen via Zürich reisen wir nach Bilbao. Unser Swiss-Flug LX 8226 startet um 11.40 Uhr, allerdings mit etwas Verspätung. Um 14.20 Uhr landen wir in Bilbao. Schon am Flughafen empfängt uns die milde Luft des Baskenlandes.
Dort werden wir herzlich von unserer deutschsprechenden Reiseleiterin Marcela begrüsst. Gemeinsam fahren wir in die Altstadt. Bevor die Besichtigung beginnt, löschen wir in einem wunderschönen, typisch baskischen Restaurant unseren Durst und geniessen erste Eindrücke der lokalen Küche.
Bilbao überrascht mit seiner gelungenen Mischung aus Tradition und moderner Architektur. Anschliessend spazieren wir durch das Casco Viejo, die historische Altstadt mit engen Gassen, farbigen Balkonen, kunstvollen Fassaden und gemütlichen Lokalen. Hier zeigt sich das baskische Lebensgefühl besonders deutlich.
Ein Höhepunkt ist die berühmte Biskaya-Brücke, auch Puente de Portugalete genannt. Das 1893 eingeweihte Bauwerk wurde von Alberto Palacio Elissague und Ferdinand Arnodin geschaffen. Es handelt sich nicht um eine klassische Hängebrücke, sondern um eine Schwebefähre – eine Hochbrücke mit befestigter Hängebarke. Sie ist die älteste noch in Betrieb stehende Schwebefähre der Welt, verbindet Portugalete und Getxo und gehört seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Während wir sie betrachten, gleitet die Fähre ruhig über das Wasser – ein faszinierendes Zusammenspiel von Technik, Geschichte und Alltag.
Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte ist das 4-Sterne-Hotel Sercotel. Nach dem langen Reisetag richten wir uns ein und es geht gleich weiter.
In der Stadt findet heute eine Demonstration statt. Die ungewohnte Unruhe nehmen wir zwar wahr, lassen uns die gute Laune aber nicht verderben. Im typisch örtlichen Restaurant Basuki geniessen wir einen gemütlichen Abend mit feinem Essen, guten Gesprächen und einem ersten Glas Wein.
Fazit des ersten Tages: Bilbao macht Lust auf mehr!
Samstag, 3. Oktober 2026: Guggenheim Museum und Bootsfahrt
Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel machten wir uns um 9.30 Uhr auf den Weg zum Guggenheim Museum. Schon die Umgebung rund um das Museum war beeindruckend und lud dazu ein, das aussergewöhnliche Gebäude und seine besondere Lage am Nervión auf uns wirken zu lassen.
Bei einer Einführung erfuhren wir einiges über die Entstehung und die Geschichte des Museums. Das spektakuläre Gebäude wurde vom kanadisch-US-amerikanischen Architekten Frank O. Gehry entworfen und ist längst zu einem Wahrzeichen Bilbaos geworden. Im Inneren erwartete uns moderne und zeitgenössische Kunst – von Installationen und Videokunst bis hin zu wechselnden Ausstellungen. Ein spannender und durchaus besonderer Museumsbesuch.
Nach so viel Kunst und Kultur hatten wir uns das gemeinsame Pintxos-Mittagessen redlich verdient. Anschliessend blieb noch etwas Zeit zur freien Verfügung, die jeder nach Lust und Laune nutzen konnte.
Um 17.00 Uhr trafen wir uns zur nächsten gemeinsamen Unternehmung: einer rund 60-minütigen Bootsfahrt auf dem Fluss Nervión. Vom Wasser aus zeigte sich Bilbao noch einmal von einer ganz anderen Seite. Wir konnten die Stadt, ihre Brücken und die beeindruckende Architektur ganz entspannt an uns vorbeiziehen lassen.
Doch gegen Ende der Fahrt änderte sich die Stimmung ziemlich abrupt: Ein regelrechter Wolkenbruch ging über uns nieder. ☔️ Einige von uns machten sich deshalb auf direktem Weg zurück ins Hotel. Dabei hatten wir doch schon lange auf etwas Regen gewartet! _Dass er dann gleich so ausgiebig ausfiel, hätte allerdings nicht unbedingt sein müssen.
Den Abend hatten wir zur freien Verfügung und konnten die vielen Eindrücke dieses abwechslungsreichen Tages noch einmal Revue passieren lassen.
Sonntag, 4. Oktober 2026: Bilbao – Bermeo – Vitoria-Gasteiz – Laguardia – Haro
Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns gegen 9.30 Uhr auf den Weg nach Bermeo. Die traditionsreiche Hafenstadt empfing uns mit einer lebendigen, zugleich angenehmen Atmosphäre. Beim Spaziergang durch den Hafen beobachteten wir die Fischerboote und genossen den Blick auf die alten Häuser. Überall war die enge Verbindung der Menschen zum Meer spürbar.
Auf der Weiterfahrt kamen wir durch die Gegend von Gernika. Die sattgrünen Hügel und kleinen Ortschaften boten schöne Ausblicke auf die typische baskische Landschaft. Gleichzeitig beeindruckte uns die historische Bedeutung der Region. Die berühmte Eiche von Gernika gilt bis heute als Symbol für die Freiheit und Selbstverwaltung des Baskenlandes.
In Vitoria-Gasteiz, der Hauptstadt des Baskenlandes, freuten wir uns besonders auf das Mittagessen – und wurden nicht enttäuscht. Wir genossen ein ausgezeichnetes Essen und liessen in angenehmer Atmosphäre die Eindrücke des Vormittags Revue passieren.
Anschliessend erkundeten wir die historische Altstadt. Die engen Gassen, alten Häuser und schönen Plätze gefielen uns sofort. Vitoria-Gasteiz überraschte uns mit seinem besonderen Charme und seiner angenehmen, lebendigen Atmosphäre.
Am Nachmittag ging es weiter nach Laguardia, einem wunderbaren kleinen Städtchen inmitten der Rioja. Die mittelalterliche Stadtmauer, alten Steinhäuser und verwinkelten Gassen versetzten uns beinahe in eine andere Zeit. Wir schlenderten ohne Eile durch den Ort und genossen die besondere Atmosphäre.
Besonders schön war der Blick auf die umliegenden Weinberge, die im herbstlichen Licht ihren ganz eigenen Zauber entfalteten. Am liebsten wären wir noch länger geblieben.
Gegen 18.45 Uhr erreichten wir Haro, das Zentrum der Rioja Alta. Unsere Unterkunft, das Eurostars Los Agustinos, war etwas ganz Besonderes: ein ehemaliges Kloster und Krankenhaus, dessen historische Mauern und beeindruckender Innenhof dem Hotel eine einzigartige Atmosphäre verleihen.
Den erlebnisreichen Tag ließen wir bei einem Abendessen im Restaurant Beethoven 2 in Haro ausklingen. Bei gutem Essen, einem Glas Rioja und angeregten Gesprächen blickten wir zufrieden auf die vielen schönen Eindrücke zurück.
Ein abwechslungsreicher und wunderschöner Tag – voller Landschaften, Geschichte, Genuss und besonderer Orte, an den wir uns gerne erinnern werden.
Montag, 5. Oktober 2026: Tag des Weines in La Rioja
Heute stand ganz im Zeichen des Weines: Wir machten uns nach dem Frühstück um 9.30 Uhr auf den Weg in die berühmte Weinregion La Rioja. Sanfte Landschaften, mittelalterliche Dörfer und unzählige Rebstöcke begleiteten uns auf unserem Weg. Ein Tag, an dem Genuss, Kultur und die lange Weintradition dieser Region wunderbar miteinander verbunden waren.
1. Bodega – Weintradition von Generation zu Generation
Unsere erste Station führte uns zu einer familiengeführten Bodega. Besonders eindrücklich war die herzliche und persönliche Einführung durch die Tochter der Familie, die bereits in der dritten Generation im Weingut tätig ist.
Mit viel Begeisterung und Fachwissen erzählte sie uns von der Geschichte des Hauses, vom Weinbau und davon, wie viel Erfahrung und Leidenschaft hinter jeder Flasche steckt. Es war schön zu erleben, dass hier nicht nur Wein produziert wird, sondern eine Familientradition weiterlebt. Die anschliessende Weinprobe gab uns die Gelegenheit, das Erzählte gleich selbst zu erleben – begleitet von kleinen Köstlichkeiten.
1. Bodega Marqués de Riscal – Wein trifft Architektur
Danach erwartete uns ein ganz anderes Erlebnis: die weltberühmte Bodega Marqués de Riscal. Schon von weitem ist das Gebäude ein Blickfang. Die futuristische, spektakulär geschwungene Architektur stammt vom kanadisch-amerikanischen Stararchitekten Frank Gehry und bildet einen faszinierenden Kontrast zu den traditionellen Weinbergen der Rioja.
Das Gebäude wirkt fast wie ein Kunstwerk mitten in der Landschaft. Die kräftigen Farben und die ungewöhnliche Form machen die Bodega zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Rioja. Gleichzeitig verbindet sich hier moderne Architektur mit einer jahrhundertealten Weintradition. Bei der Führung erhielten wir interessante Einblicke in die Herstellung und Lagerung der Weine und durften natürlich auch einige Tropfen verkosten.
Ein besonderer Höhepunkt des heutigen „Tages des Weines“ – Wein als Tradition, Kultur und modernes Erlebnis zugleich.
1. Bodega Ramón Bilbao – die positive Überraschung des Tages
Zum Abschluss besuchten wir Ramón Bilbao – und diese Bodega wurde für uns zur positiven Überraschung des Tages.
Wir hatten vielleicht eine klassische Weinverkostung erwartet, wurden aber von der modernen, einladenden Atmosphäre und der professionellen Präsentation angenehm überrascht. Die Verbindung von Tradition und Innovation war hier besonders spürbar. Die Weine wurden mit viel Sorgfalt vorgestellt, und bei der Degustation konnten wir die unterschiedlichen Charaktere der Rioja-Weine kennenlernen.
Gerade weil der Tag bereits mit zwei sehr unterschiedlichen Bodegas viele Eindrücke geboten hatte, war Ramón Bilbao ein wunderbarer Abschluss. Ein Besuch, der uns in bester Erinnerung bleiben.
Den krönenden Abschluss unseres heutigen Tages des Weines erlebten wir am Abend im Restaurant Terete in Haro. Nach den vielen Eindrücken und Weinverkostungen des Tages freuten wir uns auf ein typisch riojanisches Abendessen.
Serviert wurde uns eine der kulinarischen Spezialitäten der Region: zart geschmorte Lammkeule, traditionell zubereitet und wunderbar aromatisch. Das kräftige Gericht passte hervorragend zu den Weinen der Rioja und war genau das Richtige nach einem erlebnisreichen Tag.
In gemütlicher Atmosphäre liessen wir den Tag nochmals Revue passieren. Drei ganz unterschiedliche Bodegas, interessante Begegnungen, hervorragende Weine und zum Abschluss ein traditionelles Gericht – ein rundum gelungener Tag, der eindrucksvoll gezeigt hat, dass La Rioja nicht nur eine Weinregion, sondern auch eine Region des guten Essens, der Tradition und der Lebensfreude ist.
Dienstag, 6. Oktober 2026: La Rioja – Zumaia – Getaria – Zarautz – San Sebastián
Um 09.00 Uhr heisst es Abschied nehmen von Haro und der wunderschönen Weinregion La Rioja. Noch einmal ziehen die zahlreichen Weingüter und die sanfte Landschaft an uns vorbei. Wir haben diese Region sehr genossen und sind gespannt, was uns nun an der baskischen Küste erwartet. Die Vorfreude auf das Meer und die neuen Eindrücke ist gross.
Unser erstes Ziel ist Zumaia, ein kleines, wunderschön gelegenes Küstendorf in der Provinz Gipuzkoa. Schon bei unserer Ankunft sind wir beeindruckt von der Landschaft. Das Meer, die steilen Felsen und die Weite des Horizonts vermitteln sofort ein ganz anderes Gefühl als die Weinlandschaft, aus der wir am Morgen gekommen sind.
Besonders beeindruckend sind die berühmten Flysch-Klippen. Wir machen uns zu Fuss auf den Weg und erklimmen die eindrucksvollen Felsen. Der Aufstieg ist zwar etwas anstrengend, aber die Mühe lohnt sich. Oben angekommen, werden wir mit einem fantastischen Blick auf die wilde Küste und das Meer belohnt. Die gewaltigen Gesteinsschichten wirken beinahe wie ein Kunstwerk der Natur.
Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis schlendern wir durch die traditionellen baskischen Häuser und die kleinen Gassen. Wir lassen es uns natürlich nicht nehmen, in einer typischen baskischen Beiz einen Zwischenhalt einzulegen. Bei einem Apéro sitzen wir gemütlich zusammen, beobachten das Treiben und geniessen einfach den Moment
Danach fahren wir weiter nach Getaria, einem weiteren wunderschönen Küstenort, der uns mit seinem besonderen Charme sofort begeistert. Besonders eindrucksvoll ist das Monument zu Ehren von Juan Sebastián Elcano, dem berühmten Seefahrer und Sohn der Stadt. Elcano übernahm nach dem Tod von Ferdinand Magellan die Führung der Expedition und vollendete im Jahr 1522 die erste Weltumseglung.
Unser nächster Halt ist Zarautz, wo wir unser Mittagessen einnehmen. In einem schönen Restaurant geniessen wir ein ausgezeichnetes Essen.
Am Nachmittag geht es weiter nach San Sebastián. Die Vorfreude steigt, denn von dieser Stadt haben wir schon viel gehört. Nach dem Einchecken im 4-Sterne-Hotel Eurostars Amara machen wir uns am Abend noch auf zu einer ersten Erkundung.
Unser erster Kontakt mit der Altstadt von San Sebastián ist ein echtes Highlight. Die lebhaften Gassen, die schönen alten Gebäude, die vielen kleinen Bars und Restaurants und vor allem die fröhliche Atmosphäre gefallen uns sehr. Überall sind Menschen unterwegs, es wird gelacht, gegessen und angestossen.
Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen und freuen uns bereits darauf, San Sebastián morgen noch intensiver zu entdecken.
Mittwoch, 07. Oktober 2026: San Sebastián
Nach dem Frühstück im Hotel starteten wir um 09.30 Uhr. Unser erster Halt führte uns auf den Monte Igueldo, von wo aus wir einen beeindruckenden Panoramablick auf die wunderschöne Stadt, die Bucht von La Concha und die vorgelagerte Insel Santa Clara geniessen konnten. San Sebastián wurde 2016 zur Kulturhauptstadt Europas gewählt und beeindruckt mit ihrer eleganten Strandpromenade, der Altstadt und der Lage zwischen den Bergen Monte Igueldo und Monte Urgull. Leider war es ziemlich bedeckt aber mit klarer Sicht.
Anschliessend erwartete uns eine kulinarische Pintxos-Tour durch die Altstadt. Wir besuchten drei typische Lokale: Bar Martínez, Bar La Viña und Bar Txakolina. Dabei konnten wir zahlreiche baskische Spezialitäten probieren, unter anderem gefüllte Paprika mit Bonito, Ensaladilla Rusa, Champignons, Sardellen, Kroketten und Fleischbällchen. Ein besonderes Highlight war das berühmte Käsekuchen-Dessert in der Bar La Viña sowie der Schokoladen-Coulant.
Um 15.00 Uhr endete unsere Pintxos-Tour und wir kehrten individuell ins Hotel zurück. Der restliche Nachmittag stand zur freien Verfügung.
Am Abend bildete sich spontan eine Gruppe von 12 Personen, die gemeinsam noch einmal in die Altstadt fuhr. Inzwischen haben wir die Buslinien und Fahrtrouten schon deutlich besser im Griff. Auf der Plaza de la Constitución fanden wir schliesslich ein kleines Restaurant, das Platz für unsere gesamte Gruppe hatte. Bei verschiedenen Tapas, gutem Essen und gemütlicher Atmosphäre liessen wir den erlebnisreichen Tag gemeinsam ausklingen.
Donnerstag, 8. Oktober 2026 – Hondarribia
Nach dem Frühstück im Hotel brechen wir um 10.00 Uhr zu unserem heutigen Ausflug nach Hondarribia auf. Die historische Küstenstadt liegt nur etwa 20 Autominuten von San Sebastián entfernt und empfängt uns mit ihrem ganz eigenen, bezaubernden Charme.
Schon beim ersten Spaziergang durch die Altstadt fühlen wir uns in eine andere Zeit versetzt. Bunte Häuser säumen die verwinkelten, kopfsteingepflasterten Gassen, und überall entdecken wir liebevolle Details. Besonders der Plaza de Armas und die alte Stadtmauer, die das historische Zentrum umschließt, beeindrucken uns.
Gemütlich erkunden wir die herrliche Altstadt und das traditionelle Fischerviertel. Die farbenfrohen Häuser und der maritime Charakter verleihen Hondarribia eine ganz besondere Atmosphäre. Als Grenzstadt liegt Hondarribia direkt an der französischen Grenze. Von hier aus genießen wir den schönen Blick über die Bucht von Txingudi bis hinüber ins französische Hendaye. Ganz in der Nähe liegt die kleine Insel der Fasanen mitten im Grenzfluss Bidasoa. Sie steht unter gemeinsamer französisch-spanischer Verwaltung und wechselt halbjährlich zwischen französischer und spanischer Hoheit – eine außergewöhnliche Besonderheit dieser Grenzregion.
Um 13.30 Uhr kehren wir ins Hotel zurück. Der restliche Tag steht uns zur freien Verfügung. Wir lassen die Eindrücke des Vormittags in Ruhe auf uns wirken und gestalten den Nachmittag ganz nach unseren eigenen Wünschen.
Am Abend erwartet uns ein besonderer Höhepunkt unserer Reise: der gemeinsame Abschiedsabend im Restaurant Via Fora. In gemütlicher Atmosphäre geniessen wir unser letztes gemeinsames Abendessen mit einer Paella.
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